Βυζαντινή επιστήμη και τεχνική στην οθωνική δύση

Part of : Βυζαντινά : επιστημονικόν όργανον Κέντρου Βυζαντινών Ερευνών Φιλοσοφικής Σχολής Αριστοτελείου Πανεπιστημίου ; Vol.17, No.1, 1994, pages 535-552

Issue:
Pages:
535-552
Parallel Title:
Byzantinische naturwissenschaft und technik im ottonischen abendland
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Abstract:
Das byzantinische 10. Jahrhundert wird durch die ausgesprochene Tendenz zur Kompilation und Kodifizierung charakterisiert, eine Tendenz, welche zu zahlreichen naturwissenschaftlichen und technischen Compendia geführt hat. Das Durchdringen des systematisierten oströmischen Wissens gen Westen geschah in erheblichem Maße durch die Bemühungen des baseilianischen Mönchtums Süditaliens, dem es gelungen ist, die naturwissenschaftliche sekundäre Bildung zu unterstützen, die Technik jeglicher Art zu fordern, die vorsalernitanische Medizin sorgfältig zu pflegen. Tatsächlich werden in den kalabrischen und apulischen klösterlichen scriptoria die wichtigsten Werke galenischer Tradition abgeschrieben, während Miniaturmalerei und Chrysographie in der Vorbereitung der Farben byzantinischen Rezepturen folgen. Manches wird sogar ins Lateinische übersetzt, von fragmentarischen ärztlichen Notizheften bis zu den ausführlichen und treuen Wiedergaben der Metallverarbeitung oder Glasherstellung, wobei allerdings die Terminologie griechisch verbleibt. Im mitteleuropäischen Raum treffen die Naturwissenschaften entweder aus der Magna Graecia ein, oder direkt aus Konstantinopel, durch Botschaften und Handelsreisen oder durch Initiative der Kaiserin. Der Einfuhr betrifft vorwiegend das praktische Wissen, unentbehrlich für Kunst und Kunstgewerbe, in gewissem Maße jedoch auch theoretische Themen, insofern einflußreiche Persönlichkeiten, wie Ioannes Phila- gathos, derartige Interessen erweisen. So vermögen die schlichten byzantinischen operaii und die anonymen süditalienischen scriptores unter den letzten Vertretern der hellenistischen und orthodoxen Naturanschauung im vorscholastischen Abendland zu zählen.
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